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Festliche Eröffnung in Heitersheim

Ein strahlendes Fest voller Freude und Dankbarkeit

Strahlender Sonnenschein lag über dem Malteserschloss Heitersheim, als am 22. Mai 2026 zahlreiche Gäste zusammenkamen, um die neuen Wohngruppen der Vaterhaus gGmbH feierlich zu eröffnen. Farbenfrohe Dekorationen schmückten das Gelände, Luftballons tanzten im Wind, Blumen setzten lebendige Akzente und überall lag eine heitere, warmherzige Stimmung in der Luft. Es war ein Nachmittag, der Gemeinschaft spürbar machte und die Freude über den neuen Lebensort eindrücklich zum Ausdruck brachte.

Vertreterinnen und Vertreter aus Heitersheim, Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Kooperationspartner:innen sowie Freund:innen der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. und zahlreiche weitere Gäste füllten den Platz mit Leben. Auf der Bühne erzählte Geschäftsführer Armin Rüde die Geschichte des Weges nach Heitersheim auf besondere Weise: Mit verschiedenen Puzzleteilen setzte er Schritt für Schritt den Entstehungsprozess zusammen. Dabei wurde deutlich, wie viele Herausforderungen es zu meistern galt, bevor Anfang April die Kinder und Jugendlichen in ihr neues Zuhause einziehen konnten.

Mit großer Wertschätzung richtete er seinen Dank an alle Beteiligten, besonders an die Mitarbeitenden des Vaterhauses, die den Umzug neben ihrem anspruchsvollen Alltag mit großem Engagement gestemmt haben. Seine Worte fanden Resonanz und spiegelten die Dankbarkeit wider, die sich durch den gesamten Nachmittag zog.

Für bewegende Momente sorgten die Kinder und Jugendlichen selbst: In einer pantomimisch-tänzerischen Darbietung brachten sie Themen wie Zugehörigkeit, Gemeinschaft und Anerkennung zum Ausdruck. Mit Blumen als Symbolen erzählten sie eine Geschichte: mit Tanzmusik, berührend und kraftvoll zugleich.

Blick zurück und nach vorn

In den Grußworten von Christoph Zachow, Bürgermeister der Stadt Heitersheim, Thorsten Culmsee, Sozialdezernent des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, sowie Vanessa Völkel, Leiterin des Amts für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Freiburg, standen vor allem gute Wünsche für das Ankommen in der neuen Heimat im Vordergrund. Christoph Zachow hieß das Vaterhaus in Heitersheim herzlich willkommen und überreichte bei sommerlichen Temperaturen einen Eisgutschein an die Vaterhaus-Verantwortlichen. Thorsten Culmsee begann seine Rede mit einem längeren Zitat aus dem Buch „Die Nulllinie“ des polnischen Autors Szczepan Twardoch, in dem bedrückende Erfahrungen im Gefechtsstand zum Ausdruck kommen. Diese ernste Einleitung nutzte Culmsee, um die Last der Erfahrungen zu vergegenwärtigen, die für die Kinder und Jugendlichen vom Vaterhaus prägend sind. Vor diesem Hintergrund wurde deutlich, wie wichtig ein stabiles, verlässliches Zuhause ist, das die Vaterhaus-Kinder in Heitersheim nun gefunden haben. Vanessa Völkel knüpfte in ihrer Rede ebenfalls an die Fluchterfahrungen der Vaterhaus-Kinder an und stellte in ihrer Rede das Engagement aller Beteiligten heraus, den Kindern und Jugendlichen das Gefühl zu geben, angenommen und willkommen zu sein, ihnen Schutz und Fürsorge zu schenken. Aus großer Unsicherheit am Anfang ist nun eine stabile und anerkannte Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe Schritt für Schritt und mit großem Engagement der Beteiligten gewachsen, so Völkel.

„Es ist uns eine große Freude, dass wir mit dem Malteserschloss Heitersheim ein stabiles und schönes Zuhause für die Kinder und Jugendlichen vom Vaterhaus finden konnten. Es mussten wirklich einige Puzzlestücke auf glückliche Weise ineinandergreifen, damit wir hier heute die Eröffnung der Vaterhaus-Wohngruppen in Heitersheim feiern können. Ich bin froh, dass das alles geklappt hat und wünsche den Kindern, dass sie diese herrliche Gegend zu ihrer Heimat machen.“ (Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V.)

Norbert Aufrecht, Vorstand Diakonische Theologie der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V., fügte mit der Einladung zu einem gemeinsamen Gebet für die neuen Vaterhaus-Räume den letzten Puzzlestein zum Reigen der Redebeiträge.

Musik, Begegnung und jede Menge Freude

Zwischen den Programmpunkten erfüllte der Freiburger Chor Polyton die Luft mit Musik. Die Sängerinnen und Sänger brachten Leichtigkeit und Schwung in den Nachmittag und lockerten mit Liedern die Redebeiträge auf unterhaltsame Weise auf.

Im Anschluss öffneten sich die Türen der neuen Wohngruppen: Bei Führungen erkundeten die Gäste die hellen, freundlich gestalteten Räume und konnten einen Eindruck vom neuen Zuhause der Kinder und Jugendlichen gewinnen. Draußen lud die festlich geschmückte Anlage zum Verweilen ein. Bei Kaffee, Kuchen, erfrischenden Getränken und liebevoll zubereiteten Häppchen aus der Vaterhaus-Küche in Bad Krozingen entstanden lebendige Gespräche, neue Begegnungen und viele herzliche Momente.

Auch für die jungen Bewohner:innen hielt der Nachmittag zahlreiche Highlights bereit: Ein Foodtruck lockte mit duftenden Waffeln und Crêpes, eine Hüpfburg sorgte für ausgelassene Bewegung und ein Zauberer mit Drehorgel brachte Kinderaugen zum Leuchten. Begeistertes Staunen und fröhliches Lachen begleiteten das bunte Treiben.

Eine ganz besondere Überraschung wartete ebenfalls: Mit viel Geduld und Kreativität gestaltete eine Mitarbeiterin zwei aufwändige Torten, geschmückt mit bunten Tierfiguren – passend zu den Wohngruppen „Tiger“ und „Delfin“. Die kunstvollen Werke sorgten nicht nur für bewundernde Blicke, sondern auch für große Freude bei denen, die sich aufs gemeinsame Genießen freuten.

Ein weiteres Highlight bildete die Tombola, deren Erlös in die Anschaffung eines Hasenstalls fließt, ein Herzensprojekt der Kinder. Ergänzend dazu präsentierte eine kleine Ausstellung beeindruckende Kunstwerke, die in kreativ-therapeutischen Angeboten entstanden sind.

So ging ein fröhlicher, lebendiger und zugleich berührender Nachmittag zu Ende. Zwischen Sonnenstrahlen, Musik und Begegnungen entstand ein Gefühl von Aufbruch, Zusammenhalt und Zuversicht. Das Malteserschloss in Heitersheim hat sich an diesem Tag nicht nur als neuer Standort gezeigt, sondern als Ort, an dem Gemeinschaft wächst und Zukunft beginnt.

2026-05-26T15:07:01+02:0026. Mai 2026|Allgemein, Rückblick|

Ankommen in Heitersheim

Kinder und Jugendliche vom Vaterhaus auf Entdeckungstour

Es ist mittlerweile gut einen Monat her, seit die Kinder und Jugendlichen aus dem Vaterhaus dem Freiburger Wichernhaus Lebewohl gesagt und ihr neues Zuhause im Schloss Heitersheim bezogen haben. In den Häusern Gabriel und Raphael im Malteserschloss leben sie sich Schritt für Schritt ein und fühlen sich dabei sichtlich wohl.

Die frisch renovierten Räume strahlen Helligkeit und Wärme aus. Mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail haben die Mitarbeitenden alles vorbereitet und eingerichtet, sodass die Kinder und Jugendlichen schnell ankommen konnten. Natürlich lief gerade in den ersten Tagen noch nicht alles reibungslos: Am Einzugstag blieb es in den neuen Fluren zunächst dunkel, und auch das WLAN ließ ein wenig auf sich warten. Doch die Gruppen nahmen es gelassen. Sie griffen zur Lichterkette und sorgten kurzerhand selbst für eine gemütliche Atmosphäre. Mit Kreativität und Zusammenhalt machten sie aus kleinen Startschwierigkeiten besondere Momente.

Schon jetzt zeigt sich, wie gut die neue Umgebung den Kindern und Jugendlichen tut. Sie erkunden mit Begeisterung die Natur rund um das Schloss, genießen das viele Grün und schwingen sich immer wieder aufs Fahrrad. Die Hügel und kleinen Berge fordern sie zwar heraus, doch mit jeder Tour wachsen Selbstvertrauen und Ausdauer. Auch den Weg mit Bus und Bahn haben sie sich inzwischen erarbeitet: Anfangs landete der ein oder die andere noch im falschen Verkehrsmittel, doch nach einigen kleinen Ehrenrunden fanden alle zuverlässig ans Ziel.

Ein echtes Geschenk zeigt sich auch in der Nachbarschaft: Die Menschen in Heitersheim haben die Wohngruppen herzlich aufgenommen. Auf einem benachbarten Gartengrundstück dürfen die Kinder und Jugendlichen die Feuerstelle nutzen und ein Gartenstück selbst bepflanzen. Dort greifen sie zu Spaten und Gießkanne, säen, pflegen und beobachten, wie etwas wächst. Diese Erfahrungen machen stolz, stärken das Selbstvertrauen und wecken die Lust, weiterzumachen.

Auch das gemeinsame Erleben kommt nicht zu kurz: Die Grillstelle haben die Gruppen bereits eingeweiht und dabei viele schöne Stunden miteinander verbracht. Gleich zu Beginn starteten die Kinder zudem eine spannende Suche nach einem Schlossgespenst – und entdeckten stattdessen eine besondere Überraschung: Der Osterhase hatte auf dem Gelände kleine Schätze versteckt. Die Freude darüber war riesig und hat das Ankommen zusätzlich versüßt.

Das Vaterhaus hat sich in Heitersheim gerne am „Tag der Vielfalt“ beteiligt. Zusammen mit weiteren Initiativen und sozialen Akteuren der Gemeinde fand am 10. Mai in der und um die Malteserhalle ein Markt der Möglichkeiten im Zeichen von Gemeinschaft, Integration, Engagement und Miteinander statt. Zusammen mit insgesamt 270 Mitwirkenden an mehr als 58 Informations- und Marktständen konnte das Vaterhaus-Team mit den Bürger:innen aus Heitersheim ins Gespräch kommen und sich als Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung vor Ort vorstellen.

Heitersheim ist für die Kinder und Jugendlichen längst mehr als nur ein neuer Ort. Sie gestalten ihren Alltag aktiv, entdecken ihre Umgebung mit Neugier und füllen ihr neues Zuhause jeden Tag ein Stück mehr mit Leben.

2026-05-18T15:36:21+02:0018. Mai 2026|Allgemein, Rückblick|

Neues Klettergerüst fürs Vaterhaus Bad Krozingen

Spiel und Bewegung am neuen Klettergerüst

Bewegung, Herausforderung und gemeinsames Erleben: Seit kurzem bereichert ein neues, hochwertiges Klettergerüst den Alltag der Kinder und Jugendlichen im Vaterhaus Bad Krozingen. Es bietet im eigenen Garten vielfältige Möglichkeiten, sich körperlich auszuprobieren, eigene Grenzen zu testen und gleichzeitig Gemeinschaft zu erleben.

Das Spiel- und Sportangebot wird von den unterschiedlichen Altersgruppen auf vielfältige Weise genutzt. Die jüngeren Kinder können beim Klettern, Hangeln und Balancieren spielerisch ihre Motorik, Koordination und ihr Selbstvertrauen stärken. Für die älteren Jugendlichen ist das Klettergerüst inzwischen fester Bestandteil ihres Fitnessprogramms geworden, inklusive spontaner Klimmzug‑Challenges und sportlicher Wettkämpfe. Und natürlich gibt es auch Raum zum Verweilen: Das Gerüst ist gleichermaßen ein Ort zum Ausruhen an der frischen Luft, Austauschen und Zusammensein.

Möglich geworden ist das neue Klettergerüst durch das große Engagement beim 24h‑Lauf für Kinderrechte im vergangenen Sommer. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen nahm das Team des Vaterhauses – unterstützt von ehrenamtlichen Läuferinnen aus der Stadtmission – an der Veranstaltung teil. In 24 Stunden legten alle zusammen beeindruckende 227,6 Kilometer zurück. Die dabei erlaufenen Spendengelder wurden vollständig für die Anschaffung des Klettergerüsts eingesetzt.

In den vergangenen Wochen haben die Kinder und Jugendlichen mit viel Einsatz und Begeisterung mitgeholfen. Den erfolgreichen Aufbau haben wir mit einem kleinen Helferfest belohnt und uns gemeinsam Pizza und Softdrinks schmecken lassen.

Wir freuen uns sehr über dieses gelungene Projekt und das neue Spiel‑ und Bewegungsangebot für unsere Kids. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Unterstützer:innen und Organisator:innen des 24h‑Laufs für Kinderrechte, insbesondere dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V., der Stadt Freiburg, der FWTM Freiburg sowie allen weiteren beteiligten Partnern.

Und eines ist sicher: Wir sind auch beim nächsten 24h‑Lauf für Kinderrechte Ende Juni 2026 wieder am Start!

2026-04-29T17:26:40+02:0029. April 2026|Allgemein, Rückblick|

Gespannt aufs neue Zuhause in Heitersheim

Wie wohl das neue Zuhause sein wird? Es ist eine aufregende Zeit für die Kinder vom Vaterhaus. Bei den Gruppen, die momentan noch im Wichernhaus Freiburg wohnen, wächst die Spannung. Denn schon bald ziehen sie um. In den Osterferien ist es soweit. Das Schloss Heitersheim wird ihr neues Zuhause sein. Das alte Gemäuer wird gerade renoviert, deswegen konnten die Kinder die Räume noch nicht von innen besichtigen. Doch der imposante Anblick von draußen hat sie staunen lassen. Denn: Wer hat schon das große Glück, in einem Schloss zu wohnen?

Zum ersten Mal haben die Kinder kürzlich Tagen das Schlossgelände in Heitersheim, ihr zukünftiges Daheim, besucht und erkundet. Die große Wiese vor den Schlossmauern haben sie sofort in Beschlag genommen und ausgiebig eine Runde gekickt. Da lässt sich leben, stand ihnen ins lächelnde Gesicht geschrieben.

Die Kinder freuen sich auf neue Vereine, neue Bekanntschaften mit Gleichaltrigen vor Ort und auf eine ruhige Umgebung mit viel Natur. Denn wer in der Freiburger Altstadt wohnt, der weiß: Da geht es oft trubelig zu, in lauen Sommernächten auch nachts.

Bis es mit dem Umzug soweit ist, nutzen die Kinder neben Zusammenräumen und Kofferpacken die sonnigen Frühlingstage und kosten die Vorzüge in Freiburg nochmal richtig aus. Nach dem Spielen an der frischen Luft haben sie sich das erste Eis des Jahres schmecken lassen.

Im Museum für Natur und Mensch am Augustinerplatz in Freiburg konnten die Kinder auf Tuchfühlung gehen mit frisch geschlüpften Küken. Die Osterausstellung ist jedes Jahr ein ganz besonderes Erlebnis für Kinder. Sie können dort hautnah erleben, wie sich das Wunder der Erneuerung ereignet und aus einer harten Eierschale ein flauschiges Küken schlüpft. Das hat auch die Kinder vom Vaterhaus verzaubert.

2026-03-24T14:19:14+01:0024. März 2026|Allgemein, Rückblick|

Landschaften bauen und Freundschaften knüpfen

Zwei bunte Legotage für die Kinder vom Vaterhaus

Bunte Steine, strahlende Augen und grenzenlose Fantasie – bei den Legotagen der Freien Christengemeinde Bad Krozingen durften unsere ukrainischen Kinder aus dem Vaterhaus zwei Tage lang nach Herzenslust bauen, tüfteln und träumen. Was im Alltag oft fehlt – reichlich Material, Raum und Zeit – war hier im Überfluss vorhanden. Tausende Legosteine in allen Formen und Farben luden dazu ein, kreativ zu werden, eigene Ideen zu entwickeln und in neue Welten einzutauchen.

Gemeinsam mit rund 60 weiteren Kindern entstanden Wüstenlandschaften, Wasserläufe, Dörfer und fantasievolle Städte. Manche bauten frei drauflos, andere setzten begeistert Bausätze zusammen. Und wenn ein Einfall einmal hakte oder zwei Steine nicht so wollten wie gedacht, standen freundliche Bauhelfer mit Rat und Geduld bereit. Am Ende verwandelten große Tische in der Raummitte sich in eine beeindruckende Ausstellung, in der jedes Kind stolz sein Werk präsentieren konnte.

Zwischen den konzentrierten Bauphasen blieb viel Raum für Begegnung und Abwechslung. Bei leckerem Essen konnten die Kinder neue Energie tanken, während Geschichten und Lieder für besondere Momente der Ruhe und des gemeinsamen Erlebens sorgten. Draußen wurde mit großer Begeisterung Fußball gespielt und Seil gehüpft, und überall hörte man Lachen und fröhliche Gespräche. Ganz nebenbei entstanden dabei neue Kontakte. Denn wer gemeinsam etwas erschafft, kommt leicht miteinander ins Gespräch und findet schnell Anschluss.

Ein besonders schöner Abschluss war der gemeinsame Familiengottesdienst am Sonntag mit einem Überraschungsgast. Bob der Baumeister, hinter dem sich der Pastor der Gemeinde verbarg, erzählte die biblische Geschichte vom Haus auf Sand und dem Haus auf Fels. Für unsere ukrainischen Kinder war diese Botschaft auf besondere Weise greifbar. Viele von ihnen wissen aus eigener Erfahrung, wie sich Lebensstürme anfühlen. Umso stärkender war es für sie zu entdecken, wie wichtig ein tragfähiges Fundament in Form von Gemeinschaft, Vertrauen und Hoffnung ist.

Mit neuen Freundschaften, vielen Ohrwürmern und einer ermutigenden Botschaft im Herzen kehrten die Kinder nach diesen zwei besonderen Tagen ins Vaterhaus zurück. Die Legotage waren weit mehr als ein kreatives Bauprojekt. Sie waren ein Ort der Leichtigkeit, der Verbundenheit und des Ankommens.

Ein herzliches Dankeschön an die Freie Christengemeinde Bad Krozingen für dieses wertvolle Erlebnis!

2026-03-20T09:07:37+01:0019. März 2026|Allgemein, Rückblick|

Advent und Weihnachten im Vaterhaus

Im Advent waren die Vaterhaus-Wohngruppen wieder von einer ganz besonderen Stimmung erfüllt. Sie wurden zu einem Wunderort. Tomte, der Weihnachtswichtel, zog wieder ein – und mit ihm eine Portion Abenteuer. Täglich gab es kleine Aufgaben, die die Kinder und Jugendlichen nach draußen lockten: ob dick einpackt auf den Weihnachtsmarkt, zum Krippenspiel mit echten Kamelen auf den Mundenhof oder zu einem gemütlichen Abendspaziergang mit Punsch. Da hat sich Tomte, dieser Wicht, viel einfallen lassen und den Kindern knifflige Rätsel gestellt.

Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne den Duft frisch gebackener Plätzchen? Backen stand daher neben allerlei Bastelarbeit im Advent ebenfalls hoch im Kurs. Fast alle Plätzchen haben die Kinder und Jugendlichen selbst genüsslich verspeist. Doch auch Tomte durfte von allem in klein wenig naschen.

Schuhe raus – es ist Nikolaus. Das haben sich die Kinder nicht zweimal sagen lassen. Und bei einigen Schuhen lag sogar ein Brief an den Nikolaus daneben. Oder sogar noch mehr, denn nicht nur Tomte durfte naschen; auch der Nikolaus bekam zur Stärkung für soooo viele Besuche von einigen Kindern eine kleine Wegzehrung.

Die Zeit um Weihnachten war nicht nur süß und stimmungsvoll, sondern auch eine Zeit des Dankes. Das Vaterhaus sagt herzlichen DANK an alle, die dazu beitragen, dass die ukrainischen Kinder und Jugendlichen sich hier sicher, geborgen und zuhause fühlen.

2026-02-06T09:49:27+01:006. Februar 2026|Allgemein, Rückblick|

„Wir konnten alle Wünsche erfüllen“

Erfolgreiche Weihnachts-Wunschbaumaktion der Kiwanis Freiburg mit der Sparkasse Freiburg

Leuchtende Kinderaugen zuhauf gab es am Freitag vor Weihnachten in der Zentrale der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Mit Beginn des Weihnachtsmarktes am 22. November hatte der Kiwanis-Club Freiburg-Herdern dort einen wunderschön geschmückten Weihnachtsbaum aufgestellt. Mehr als nur Deko – an den Zweigen hingen die Wunschzettel der ukrainischen Kinder und Jugendlichen, die in Freiburg und Umgebung von Vaterhaus und Herzgrün betreut werden.

Gut gefüllte Körbe mit Schokobrötchen und Caprisonne sorgten für strahlende Gesichter und satte Bäuche. Dann folgte die Übergabe der Geschenke, die erst an Weihnachten geöffnet werden. Aufgeregte Kinder und Jugendliche sammelten sich vor den Teams der Kiwanis und der Sparkasse, denen das Aufrufen der Namen und das Verteilen der Päckchen sichtlich Freude machte. Zumal viele Mitarbeitende der Sparkasse selbst Wünsche erfüllt hatten.

„Die Aktion war ein voller Erfolg“, so Gabriele Daniel-Schnitzler vom Kiwanis-Club Freiburg-Herdern. „Wir sind sehr dankbar, dass die Sparkasse uns diesen Raum zur Verfügung gestellt hat und konnten alle Wünsche erfüllen. Darüber hinaus gab es zahlreiche Geldspenden, die den Kindern und Jugendlichen ein leckeres Weihnachtsessen ermöglichen werden.“ Daniel Zeiler vom Vorstand der Sparkasse Freiburg ergänzt: „Wir haben diese Aktion sehr gerne unterstützt. Sie passt zu unserem öffentlichen Auftrag und wir freuen uns über so viele leuchtende Kinderaugen.“

2025-01-15T15:28:15+01:0023. Dezember 2024|Rückblick|

Ins Staunen kommen – Kunstausstellung zugunsten des Vaterhauses

Mit der Ausstellung „Der zweite Blick – Gemalte Magie“ im Wolfsbrunnen Heidelberg sammelten Kunstschaffende 1000,- Euro für die Kinder und Jugendlichen des Vaterhauses. Spenden statt Eintritt und 50 % der Erlöse aus dem Verkauf der ausgestellten Werke wurden von den Künstlern des Kollektivs großzügig aufgerundet. Lis Bärbel Eichler steuerte ihre Gemälde bei, Daniel Schirner begeisterte mit Texten und Zauberkunst, Jörg Beyerlin bot einfühlsame Gedichte zu Abschied und Neubeginn dar, Regina Diekmann trat mit Gedicht-Perfomances auf, Holly Holleber sorgte für magische Klänge und Kerrin Ossa-Beth und Jo Ossa beteiligten sich mit poetischem Tanz und Saxofon.

„Die Ausstellung war so konzipiert, dass sie auch Kindern und ‚kunstfernen‘ Erwachsenen zugänglich ist“, erklärt Lis Bärbel Eichler. „Wir wollten das Ruhige, Ernste, das Kunst manchmal mit sich bringt, aufbrechen, die Fantasie und Kreativität der Besucher (wieder) wecken und sie inspirieren, ins Staunen zu kommen.“

Das scheint angesichts des erfreulichen Ergebnisses mehr als gelungen. Das Vaterhaus dankt den beteiligten Künstlern ganz herzlich für den großzügigen Einsatz ihrer Gaben und Talente zum Wohl der Kinder und Jugendlichen.

2024-12-11T09:04:08+01:0010. Dezember 2024|Rückblick|

Auf sicheren Wegen mit dem Rad

Sicher unterwegs mit dem Rad

Es ist schon über zwei Jahre her, dass die ukrainischen Kinder und Jugendlichen des Vaterhauses mit ihren ukrainischen Betreuer*innen in Freiburg angekommen sind. Seitdem ist viel passiert. Zwei Wohngruppen haben im ZfP in Emmendingen ihr  Zuhause gefunden und bereiten sich nun auf den Umzug ins Wichernhaus, das Stammhaus der Evangelischen Stadtmission in der Freiburger Altstadt vor. Sie werden dort Einzelzimmer auf einer Etage des Hauses beziehen. Auf ihr neues Reich freuen sie sich schon sehr. Zimmerfarben werden besprochen, die Wintersachen ausgemistet und überlegt, welche Betten, Bücher und Spiele im Sommer mit umziehen.

Wir suchen Schulplätze, neue Sportvereine und planen in beiden Teams das neue traumapädagogisch orientierte Konzept. In diesem Bereich konnten wir ein schönes Projekt starten: „Expressive Sandarbeit“. Im geschützten Rahmen spielt eine feste Gruppe von Kindern im Sandkasten mit speziellen Figuren. So entstehen Spielszenen, mit denen die Kinder Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit verarbeiten. Viele gewinnen so wieder neu Zugang zu ihren Gefühlen. Die wissenschaftlich begleitete Therapieform gibt Kindern die Möglichkeit, ihre Erlebnisse zu verarbeiten – ohne sprachliche Barrieren oder sonstige Hürden. Unterstützt von ehrenamtlichen Helfer*innen kann jedes Kind mit eigenem/r Betreuer/in einmal pro Woche über einen Zeitraum von zwölf Wochen mit Figuren ausdrücken und damit verarbeiten, was es erlebt hat. Das Angebot hat mit Kindern in Bad Krozingen erfolgreich begonnen und kann nun auch in Emmendingen stattfinden und dort Positives bewirken.

Die Kinder und Jugendlichen machen gute Fortschritte. Sie sind in der Regelschule angekommen und sprechen immer besser Deutsch. Viele Kinder haben die Fahrradprüfung bestanden und können nun den Weg in Schule sicher auf dem Fahrrad zurücklegen. Einige haben schwimmen gelernt. Wir kochen in den Wohngruppen gemeinsam mit Kindern und Betreuer*innen. Auch darin, was dort am liebsten zubereitet wird, kommt der eigene Charakter, den jede Wohngruppe entwickelt, immer deutlicher zum Vorschein.

Die Jugendlichen haben auch sportlich vielfältige Stärken gewonnen. Wer sich nicht so sehr für Sport interessiert, findet in der Theatergruppe einen tollen Ausgleich. Bei einigen Auftritten im Umfeld konnte die Theatergruppe ihr Können zeigen und erntete großen Applaus.

Es ist spannend zu beobachten, in welche Richtung die einzelnen Entwicklungswege der Mädchen und Jungen gehen. Da gibt es ruhige, internetaffine Jungs, musikbegeisterte Mädchen, Jugendliche, die ihr Faible fürs Klettern entdeckt haben und solche, die gerne backen. Einige Jugendliche basteln und schrauben gerne an Fahrrädern und machen sich im handwerklichen Ausprobieren mit Mechanik vertraut.

Uns freut es zu sehen, dass die Wohngruppen für die ukrainischen Kinder und Jugendlichen mittlerweile ein Zuhause geworden sind. Das Lachen der Kinder begleitet die vielen Momente des Tages.

Alle unsere 20 Emmendinger Kinder haben an der Verkehrsschule teilgenommen. Die jüngste Fahranfängerin startete bei Null mit einem Laufrad über Dreirad bis hin zum klassischen Fahrrad. Die anderen Kinder haben währenddessen die Verkehrsregeln gelernt und auf dem Platz dann auch gleich erprobt. Zur Prüfung sind dann unsere älteren Kinder ab 12 Jahren angetreten. Neun Kinder haben die Prüfung erfolgreich abgeschlossen und können nun mit dem Rad zur Schule fahren.

Am meisten hat ihnen natürlich gefallen, wenn sie ohne Vorgabe auf dem Platz herumkurven durften. Die Bewegung tat gut und so hatten die Kinder trotz der vielen neuen Regeln, die sie lernen durften, viel Spaß an dem Kurs. Rechts und links zu unterscheiden, war für viele gar nicht so leicht. Deswegen hat es lange gedauert, bis sie die Rechts-vor-links-Regel umsetzen konnten. Und auch beide Hände am Lenker zu lassen und keine wilden Sprünge durch die Gegend zu unternehmen, ist vor allem unseren Jungs nicht gerade leichtgefallen. Einige wünschten sich offenbar, der Verkehrsübungsplatz wäre ein Skate-Park.

Es war herausfordernd, dass die Kinder keinen Theorieunterricht in der Schule hatten und alles auf dem Platz lernen mussten. Wir hatten Unterstützung von unserer Dolmetscherin. Aber dadurch brauchten wir auch viel länger als die üblichen Grundschüler. Mit einer halbjährigen Pause waren wir fast ein Jahr lang dort: jeden Donnerstag-Nachmittag für zwei Stunden. Der Verkehrspolizist Herr Wassermann hatte eine Engelsgeduld, den Kindern die Regel zu erklären und zu wiederholen. Bei den Kindern war er ein sehr beliebter Lehrer. Herrn Wassermann von der Polizei Emmendingen und Frau Arndt von der Verkehrswacht danken wir ganz herzlich für diese Begleitung!

Marie Zieger, Vaterhaus gGmbH
2024-04-04T10:40:02+02:002. April 2024|Allgemein, Rückblick|

Weihnachtszeit im Vaterhaus

Weihnachtszeit im Vaterhaus

Schon Ende November fragten die Vaterhaus-Kinder aufgeregt, wann sie denn wieder einen Weihnachtsbaum bekommen und ob sie den dann auch wieder schmücken dürfen. Die bunten Kugeln, die Lichterketten und die Farbenpracht waren allen noch in leuchtender Erinnerung. So konnten es die Kinder abwarten zu wissen, wann der Baum geschlagen wird, wer ihn aufstellt, ob genug Kugeln da sind und wie lange er denn in diesem Jahr stehenbleiben darf. Auch die großen Jungs konnten es mit strahlenden Augen kaum erwarten.

Auch in diesem Jahr freut sich das Vaterhaus über zahlreiche Spenden und Geschenke in der Weihnachtszeit von unterschiedlichen Seiten. Die Kinder bekamen Büchergutscheine, damit sie noch mehr Spaß am Lesen finden und freuten sich über Lego-Spielzeug zum Bauen. Eine Schulklasse beschenkte uns mit vielen Tisch- und Brettspielen, die die Kinder bestaunten. So etwas kannten sie aus der Ukraine nicht. Erwachsene nehmen sich hier viel mehr Zeit zum gemeinsamen Spiel und die Materialien sind vielfältiger.

Einige Tage vor dem Heiligen Abend wurden schließlich die eigenen Küchen fertig. Nun hat jede Gruppe ihre Wohnküche und kann abends kochen, was sie möchte. Schnell schrieben die Kinder Wünsche und eine Essensliste zusammen. Borschtsch sollte es geben und Fleisch, ihren Lieblingssalat und Kiew-Torte. Eifrig waren sie beim Kochen, Einkaufen und Zubereiten dabei, um gemeinsam für ein wundervolles Weihnachtsmenü zu sorgen.

Das große Geschenkefest gab es nach ukrainischer Tradition jedoch erst an Silvester. Hier findet die Geschenkeübergabe statt. Mit strahlenden Augen saßen die Kinder unter dem riesigen Baum. Zahlreiche Kinderwünsche gingen in Erfüllung und das rascheln von Geschenkpapier und das Strahlen der Kinderaugen erfüllten und erhellten den Raum.

Noch Tage danach waren die Kinder ganz beseelt und vertieft im Spiel mit den Geschenken. Andere flitzten mit fernlenkbaren Autos über den Flur. Das Jahr hat für die Vaterhaus-Kinder voller Freude begonnen.

Wunschbaum für die Kinder vom Vaterhaus in der Kanzlei Friedrich Graf von Westphalen + Partner in Freiburg

2024-01-26T13:40:17+01:0023. Januar 2024|Rückblick|
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