Festliche Eröffnung in Heitersheim
Ein strahlendes Fest voller Freude und Dankbarkeit
Strahlender Sonnenschein lag über dem Malteserschloss Heitersheim, als am 22. Mai 2026 zahlreiche Gäste zusammenkamen, um die neuen Wohngruppen der Vaterhaus gGmbH feierlich zu eröffnen. Farbenfrohe Dekorationen schmückten das Gelände, Luftballons tanzten im Wind, Blumen setzten lebendige Akzente und überall lag eine heitere, warmherzige Stimmung in der Luft. Es war ein Nachmittag, der Gemeinschaft spürbar machte und die Freude über den neuen Lebensort eindrücklich zum Ausdruck brachte.
Vertreterinnen und Vertreter aus Heitersheim, Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Kooperationspartner:innen sowie Freund:innen der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. und zahlreiche weitere Gäste füllten den Platz mit Leben. Auf der Bühne erzählte Geschäftsführer Armin Rüde die Geschichte des Weges nach Heitersheim auf besondere Weise: Mit verschiedenen Puzzleteilen setzte er Schritt für Schritt den Entstehungsprozess zusammen. Dabei wurde deutlich, wie viele Herausforderungen es zu meistern galt, bevor Anfang April die Kinder und Jugendlichen in ihr neues Zuhause einziehen konnten.
Mit großer Wertschätzung richtete er seinen Dank an alle Beteiligten, besonders an die Mitarbeitenden des Vaterhauses, die den Umzug neben ihrem anspruchsvollen Alltag mit großem Engagement gestemmt haben. Seine Worte fanden Resonanz und spiegelten die Dankbarkeit wider, die sich durch den gesamten Nachmittag zog.
Für bewegende Momente sorgten die Kinder und Jugendlichen selbst: In einer pantomimisch-tänzerischen Darbietung brachten sie Themen wie Zugehörigkeit, Gemeinschaft und Anerkennung zum Ausdruck. Mit Blumen als Symbolen erzählten sie eine Geschichte: mit Tanzmusik, berührend und kraftvoll zugleich.
Blick zurück und nach vorn
In den Grußworten von Christoph Zachow, Bürgermeister der Stadt Heitersheim, Thorsten Culmsee, Sozialdezernent des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, sowie Vanessa Völkel, Leiterin des Amts für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Freiburg, standen vor allem gute Wünsche für das Ankommen in der neuen Heimat im Vordergrund. Christoph Zachow hieß das Vaterhaus in Heitersheim herzlich willkommen und überreichte bei sommerlichen Temperaturen einen Eisgutschein an die Vaterhaus-Verantwortlichen. Thorsten Culmsee begann seine Rede mit einem längeren Zitat aus dem Buch „Die Nulllinie“ des polnischen Autors Szczepan Twardoch, in dem bedrückende Erfahrungen im Gefechtsstand zum Ausdruck kommen. Diese ernste Einleitung nutzte Culmsee, um die Last der Erfahrungen zu vergegenwärtigen, die für die Kinder und Jugendlichen vom Vaterhaus prägend sind. Vor diesem Hintergrund wurde deutlich, wie wichtig ein stabiles, verlässliches Zuhause ist, das die Vaterhaus-Kinder in Heitersheim nun gefunden haben. Vanessa Völkel knüpfte in ihrer Rede ebenfalls an die Fluchterfahrungen der Vaterhaus-Kinder an und stellte in ihrer Rede das Engagement aller Beteiligten heraus, den Kindern und Jugendlichen das Gefühl zu geben, angenommen und willkommen zu sein, ihnen Schutz und Fürsorge zu schenken. Aus großer Unsicherheit am Anfang ist nun eine stabile und anerkannte Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe Schritt für Schritt und mit großem Engagement der Beteiligten gewachsen, so Völkel.
„Es ist uns eine große Freude, dass wir mit dem Malteserschloss Heitersheim ein stabiles und schönes Zuhause für die Kinder und Jugendlichen vom Vaterhaus finden konnten. Es mussten wirklich einige Puzzlestücke auf glückliche Weise ineinandergreifen, damit wir hier heute die Eröffnung der Vaterhaus-Wohngruppen in Heitersheim feiern können. Ich bin froh, dass das alles geklappt hat und wünsche den Kindern, dass sie diese herrliche Gegend zu ihrer Heimat machen.“ (Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V.)
Norbert Aufrecht, Vorstand Diakonische Theologie der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V., fügte mit der Einladung zu einem gemeinsamen Gebet für die neuen Vaterhaus-Räume den letzten Puzzlestein zum Reigen der Redebeiträge.
Musik, Begegnung und jede Menge Freude
Zwischen den Programmpunkten erfüllte der Freiburger Chor Polyton die Luft mit Musik. Die Sängerinnen und Sänger brachten Leichtigkeit und Schwung in den Nachmittag und lockerten mit Liedern die Redebeiträge auf unterhaltsame Weise auf.
Im Anschluss öffneten sich die Türen der neuen Wohngruppen: Bei Führungen erkundeten die Gäste die hellen, freundlich gestalteten Räume und konnten einen Eindruck vom neuen Zuhause der Kinder und Jugendlichen gewinnen. Draußen lud die festlich geschmückte Anlage zum Verweilen ein. Bei Kaffee, Kuchen, erfrischenden Getränken und liebevoll zubereiteten Häppchen aus der Vaterhaus-Küche in Bad Krozingen entstanden lebendige Gespräche, neue Begegnungen und viele herzliche Momente.
Auch für die jungen Bewohner:innen hielt der Nachmittag zahlreiche Highlights bereit: Ein Foodtruck lockte mit duftenden Waffeln und Crêpes, eine Hüpfburg sorgte für ausgelassene Bewegung und ein Zauberer mit Drehorgel brachte Kinderaugen zum Leuchten. Begeistertes Staunen und fröhliches Lachen begleiteten das bunte Treiben.
Eine ganz besondere Überraschung wartete ebenfalls: Mit viel Geduld und Kreativität gestaltete eine Mitarbeiterin zwei aufwändige Torten, geschmückt mit bunten Tierfiguren – passend zu den Wohngruppen „Tiger“ und „Delfin“. Die kunstvollen Werke sorgten nicht nur für bewundernde Blicke, sondern auch für große Freude bei denen, die sich aufs gemeinsame Genießen freuten.
Ein weiteres Highlight bildete die Tombola, deren Erlös in die Anschaffung eines Hasenstalls fließt, ein Herzensprojekt der Kinder. Ergänzend dazu präsentierte eine kleine Ausstellung beeindruckende Kunstwerke, die in kreativ-therapeutischen Angeboten entstanden sind.
So ging ein fröhlicher, lebendiger und zugleich berührender Nachmittag zu Ende. Zwischen Sonnenstrahlen, Musik und Begegnungen entstand ein Gefühl von Aufbruch, Zusammenhalt und Zuversicht. Das Malteserschloss in Heitersheim hat sich an diesem Tag nicht nur als neuer Standort gezeigt, sondern als Ort, an dem Gemeinschaft wächst und Zukunft beginnt.














Die frisch renovierten Räume strahlen Helligkeit und Wärme aus. Mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail haben die Mitarbeitenden alles vorbereitet und eingerichtet, sodass die Kinder und Jugendlichen schnell ankommen konnten. Natürlich lief gerade in den ersten Tagen noch nicht alles reibungslos: Am Einzugstag blieb es in den neuen Fluren zunächst dunkel, und auch das WLAN ließ ein wenig auf sich warten. Doch die Gruppen nahmen es gelassen. Sie griffen zur Lichterkette und sorgten kurzerhand selbst für eine gemütliche Atmosphäre. Mit Kreativität und Zusammenhalt machten sie aus kleinen Startschwierigkeiten besondere Momente.


Bewegung, Herausforderung und gemeinsames Erleben: Seit kurzem bereichert ein neues, hochwertiges Klettergerüst den Alltag der Kinder und Jugendlichen im Vaterhaus Bad Krozingen. Es bietet im eigenen Garten vielfältige Möglichkeiten, sich körperlich auszuprobieren, eigene Grenzen zu testen und gleichzeitig Gemeinschaft zu erleben.
Möglich geworden ist das neue Klettergerüst durch das große Engagement beim 24h‑Lauf für Kinderrechte im vergangenen Sommer. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen nahm das Team des Vaterhauses – unterstützt von ehrenamtlichen Läuferinnen aus der Stadtmission – an der Veranstaltung teil. In 24 Stunden legten alle zusammen beeindruckende 227,6 Kilometer zurück. Die dabei erlaufenen Spendengelder wurden vollständig für die Anschaffung des Klettergerüsts eingesetzt.
Wir freuen uns sehr über dieses gelungene Projekt und das neue Spiel‑ und Bewegungsangebot für unsere Kids. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Unterstützer:innen und Organisator:innen des 24h‑Laufs für Kinderrechte, insbesondere dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V., der Stadt Freiburg, der FWTM Freiburg sowie allen weiteren beteiligten Partnern.





Wie wohl das neue Zuhause sein wird? Es ist eine aufregende Zeit für die Kinder vom Vaterhaus. Bei den Gruppen, die momentan noch im Wichernhaus Freiburg wohnen, wächst die Spannung. Denn schon bald ziehen sie um. In den Osterferien ist es soweit. Das Schloss Heitersheim wird ihr neues Zuhause sein. Das alte Gemäuer wird gerade renoviert, deswegen konnten die Kinder die Räume noch nicht von innen besichtigen. Doch der imposante Anblick von draußen hat sie staunen lassen. Denn: Wer hat schon das große Glück, in einem Schloss zu wohnen?


Bunte Steine, strahlende Augen und grenzenlose Fantasie – bei den Legotagen der Freien Christengemeinde Bad Krozingen durften unsere ukrainischen Kinder aus dem Vaterhaus zwei Tage lang nach Herzenslust bauen, tüfteln und träumen. Was im Alltag oft fehlt – reichlich Material, Raum und Zeit – war hier im Überfluss vorhanden. Tausende Legosteine in allen Formen und Farben luden dazu ein, kreativ zu werden, eigene Ideen zu entwickeln und in neue Welten einzutauchen.


Im Advent waren die Vaterhaus-Wohngruppen wieder von einer ganz besonderen Stimmung erfüllt. Sie wurden zu einem Wunderort. Tomte, der Weihnachtswichtel, zog wieder ein – und mit ihm eine Portion Abenteuer. Täglich gab es kleine Aufgaben, die die Kinder und Jugendlichen nach draußen lockten: ob dick einpackt auf den Weihnachtsmarkt, zum Krippenspiel mit echten Kamelen auf den Mundenhof oder zu einem gemütlichen Abendspaziergang mit Punsch. Da hat sich Tomte, dieser Wicht, viel einfallen lassen und den Kindern knifflige Rätsel gestellt.

















