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Festliche Eröffnung in Heitersheim

Ein strahlendes Fest voller Freude und Dankbarkeit

Strahlender Sonnenschein lag über dem Malteserschloss Heitersheim, als am 22. Mai 2026 zahlreiche Gäste zusammenkamen, um die neuen Wohngruppen der Vaterhaus gGmbH feierlich zu eröffnen. Farbenfrohe Dekorationen schmückten das Gelände, Luftballons tanzten im Wind, Blumen setzten lebendige Akzente und überall lag eine heitere, warmherzige Stimmung in der Luft. Es war ein Nachmittag, der Gemeinschaft spürbar machte und die Freude über den neuen Lebensort eindrücklich zum Ausdruck brachte.

Vertreterinnen und Vertreter aus Heitersheim, Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Kooperationspartner:innen sowie Freund:innen der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V. und zahlreiche weitere Gäste füllten den Platz mit Leben. Auf der Bühne erzählte Geschäftsführer Armin Rüde die Geschichte des Weges nach Heitersheim auf besondere Weise: Mit verschiedenen Puzzleteilen setzte er Schritt für Schritt den Entstehungsprozess zusammen. Dabei wurde deutlich, wie viele Herausforderungen es zu meistern galt, bevor Anfang April die Kinder und Jugendlichen in ihr neues Zuhause einziehen konnten.

Mit großer Wertschätzung richtete er seinen Dank an alle Beteiligten, besonders an die Mitarbeitenden des Vaterhauses, die den Umzug neben ihrem anspruchsvollen Alltag mit großem Engagement gestemmt haben. Seine Worte fanden Resonanz und spiegelten die Dankbarkeit wider, die sich durch den gesamten Nachmittag zog.

Für bewegende Momente sorgten die Kinder und Jugendlichen selbst: In einer pantomimisch-tänzerischen Darbietung brachten sie Themen wie Zugehörigkeit, Gemeinschaft und Anerkennung zum Ausdruck. Mit Blumen als Symbolen erzählten sie eine Geschichte: mit Tanzmusik, berührend und kraftvoll zugleich.

Blick zurück und nach vorn

In den Grußworten von Christoph Zachow, Bürgermeister der Stadt Heitersheim, Thorsten Culmsee, Sozialdezernent des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, sowie Vanessa Völkel, Leiterin des Amts für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Freiburg, standen vor allem gute Wünsche für das Ankommen in der neuen Heimat im Vordergrund. Christoph Zachow hieß das Vaterhaus in Heitersheim herzlich willkommen und überreichte bei sommerlichen Temperaturen einen Eisgutschein an die Vaterhaus-Verantwortlichen. Thorsten Culmsee begann seine Rede mit einem längeren Zitat aus dem Buch „Die Nulllinie“ des polnischen Autors Szczepan Twardoch, in dem bedrückende Erfahrungen im Gefechtsstand zum Ausdruck kommen. Diese ernste Einleitung nutzte Culmsee, um die Last der Erfahrungen zu vergegenwärtigen, die für die Kinder und Jugendlichen vom Vaterhaus prägend sind. Vor diesem Hintergrund wurde deutlich, wie wichtig ein stabiles, verlässliches Zuhause ist, das die Vaterhaus-Kinder in Heitersheim nun gefunden haben. Vanessa Völkel knüpfte in ihrer Rede ebenfalls an die Fluchterfahrungen der Vaterhaus-Kinder an und stellte in ihrer Rede das Engagement aller Beteiligten heraus, den Kindern und Jugendlichen das Gefühl zu geben, angenommen und willkommen zu sein, ihnen Schutz und Fürsorge zu schenken. Aus großer Unsicherheit am Anfang ist nun eine stabile und anerkannte Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe Schritt für Schritt und mit großem Engagement der Beteiligten gewachsen, so Völkel.

„Es ist uns eine große Freude, dass wir mit dem Malteserschloss Heitersheim ein stabiles und schönes Zuhause für die Kinder und Jugendlichen vom Vaterhaus finden konnten. Es mussten wirklich einige Puzzlestücke auf glückliche Weise ineinandergreifen, damit wir hier heute die Eröffnung der Vaterhaus-Wohngruppen in Heitersheim feiern können. Ich bin froh, dass das alles geklappt hat und wünsche den Kindern, dass sie diese herrliche Gegend zu ihrer Heimat machen.“ (Michael Futterer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V.)

Norbert Aufrecht, Vorstand Diakonische Theologie der Evangelischen Stadtmission Freiburg e.V., fügte mit der Einladung zu einem gemeinsamen Gebet für die neuen Vaterhaus-Räume den letzten Puzzlestein zum Reigen der Redebeiträge.

Musik, Begegnung und jede Menge Freude

Zwischen den Programmpunkten erfüllte der Freiburger Chor Polyton die Luft mit Musik. Die Sängerinnen und Sänger brachten Leichtigkeit und Schwung in den Nachmittag und lockerten mit Liedern die Redebeiträge auf unterhaltsame Weise auf.

Im Anschluss öffneten sich die Türen der neuen Wohngruppen: Bei Führungen erkundeten die Gäste die hellen, freundlich gestalteten Räume und konnten einen Eindruck vom neuen Zuhause der Kinder und Jugendlichen gewinnen. Draußen lud die festlich geschmückte Anlage zum Verweilen ein. Bei Kaffee, Kuchen, erfrischenden Getränken und liebevoll zubereiteten Häppchen aus der Vaterhaus-Küche in Bad Krozingen entstanden lebendige Gespräche, neue Begegnungen und viele herzliche Momente.

Auch für die jungen Bewohner:innen hielt der Nachmittag zahlreiche Highlights bereit: Ein Foodtruck lockte mit duftenden Waffeln und Crêpes, eine Hüpfburg sorgte für ausgelassene Bewegung und ein Zauberer mit Drehorgel brachte Kinderaugen zum Leuchten. Begeistertes Staunen und fröhliches Lachen begleiteten das bunte Treiben.

Eine ganz besondere Überraschung wartete ebenfalls: Mit viel Geduld und Kreativität gestaltete eine Mitarbeiterin zwei aufwändige Torten, geschmückt mit bunten Tierfiguren – passend zu den Wohngruppen „Tiger“ und „Delfin“. Die kunstvollen Werke sorgten nicht nur für bewundernde Blicke, sondern auch für große Freude bei denen, die sich aufs gemeinsame Genießen freuten.

Ein weiteres Highlight bildete die Tombola, deren Erlös in die Anschaffung eines Hasenstalls fließt, ein Herzensprojekt der Kinder. Ergänzend dazu präsentierte eine kleine Ausstellung beeindruckende Kunstwerke, die in kreativ-therapeutischen Angeboten entstanden sind.

So ging ein fröhlicher, lebendiger und zugleich berührender Nachmittag zu Ende. Zwischen Sonnenstrahlen, Musik und Begegnungen entstand ein Gefühl von Aufbruch, Zusammenhalt und Zuversicht. Das Malteserschloss in Heitersheim hat sich an diesem Tag nicht nur als neuer Standort gezeigt, sondern als Ort, an dem Gemeinschaft wächst und Zukunft beginnt.

2026-05-26T15:07:01+02:0026. Mai 2026|Allgemein, Rückblick|

Ankommen in Heitersheim

Kinder und Jugendliche vom Vaterhaus auf Entdeckungstour

Es ist mittlerweile gut einen Monat her, seit die Kinder und Jugendlichen aus dem Vaterhaus dem Freiburger Wichernhaus Lebewohl gesagt und ihr neues Zuhause im Schloss Heitersheim bezogen haben. In den Häusern Gabriel und Raphael im Malteserschloss leben sie sich Schritt für Schritt ein und fühlen sich dabei sichtlich wohl.

Die frisch renovierten Räume strahlen Helligkeit und Wärme aus. Mit viel Sorgfalt und Liebe zum Detail haben die Mitarbeitenden alles vorbereitet und eingerichtet, sodass die Kinder und Jugendlichen schnell ankommen konnten. Natürlich lief gerade in den ersten Tagen noch nicht alles reibungslos: Am Einzugstag blieb es in den neuen Fluren zunächst dunkel, und auch das WLAN ließ ein wenig auf sich warten. Doch die Gruppen nahmen es gelassen. Sie griffen zur Lichterkette und sorgten kurzerhand selbst für eine gemütliche Atmosphäre. Mit Kreativität und Zusammenhalt machten sie aus kleinen Startschwierigkeiten besondere Momente.

Schon jetzt zeigt sich, wie gut die neue Umgebung den Kindern und Jugendlichen tut. Sie erkunden mit Begeisterung die Natur rund um das Schloss, genießen das viele Grün und schwingen sich immer wieder aufs Fahrrad. Die Hügel und kleinen Berge fordern sie zwar heraus, doch mit jeder Tour wachsen Selbstvertrauen und Ausdauer. Auch den Weg mit Bus und Bahn haben sie sich inzwischen erarbeitet: Anfangs landete der ein oder die andere noch im falschen Verkehrsmittel, doch nach einigen kleinen Ehrenrunden fanden alle zuverlässig ans Ziel.

Ein echtes Geschenk zeigt sich auch in der Nachbarschaft: Die Menschen in Heitersheim haben die Wohngruppen herzlich aufgenommen. Auf einem benachbarten Gartengrundstück dürfen die Kinder und Jugendlichen die Feuerstelle nutzen und ein Gartenstück selbst bepflanzen. Dort greifen sie zu Spaten und Gießkanne, säen, pflegen und beobachten, wie etwas wächst. Diese Erfahrungen machen stolz, stärken das Selbstvertrauen und wecken die Lust, weiterzumachen.

Auch das gemeinsame Erleben kommt nicht zu kurz: Die Grillstelle haben die Gruppen bereits eingeweiht und dabei viele schöne Stunden miteinander verbracht. Gleich zu Beginn starteten die Kinder zudem eine spannende Suche nach einem Schlossgespenst – und entdeckten stattdessen eine besondere Überraschung: Der Osterhase hatte auf dem Gelände kleine Schätze versteckt. Die Freude darüber war riesig und hat das Ankommen zusätzlich versüßt.

Das Vaterhaus hat sich in Heitersheim gerne am „Tag der Vielfalt“ beteiligt. Zusammen mit weiteren Initiativen und sozialen Akteuren der Gemeinde fand am 10. Mai in der und um die Malteserhalle ein Markt der Möglichkeiten im Zeichen von Gemeinschaft, Integration, Engagement und Miteinander statt. Zusammen mit insgesamt 270 Mitwirkenden an mehr als 58 Informations- und Marktständen konnte das Vaterhaus-Team mit den Bürger:innen aus Heitersheim ins Gespräch kommen und sich als Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung vor Ort vorstellen.

Heitersheim ist für die Kinder und Jugendlichen längst mehr als nur ein neuer Ort. Sie gestalten ihren Alltag aktiv, entdecken ihre Umgebung mit Neugier und füllen ihr neues Zuhause jeden Tag ein Stück mehr mit Leben.

2026-05-18T15:36:21+02:0018. Mai 2026|Allgemein, Rückblick|

Neues Klettergerüst fürs Vaterhaus Bad Krozingen

Spiel und Bewegung am neuen Klettergerüst

Bewegung, Herausforderung und gemeinsames Erleben: Seit kurzem bereichert ein neues, hochwertiges Klettergerüst den Alltag der Kinder und Jugendlichen im Vaterhaus Bad Krozingen. Es bietet im eigenen Garten vielfältige Möglichkeiten, sich körperlich auszuprobieren, eigene Grenzen zu testen und gleichzeitig Gemeinschaft zu erleben.

Das Spiel- und Sportangebot wird von den unterschiedlichen Altersgruppen auf vielfältige Weise genutzt. Die jüngeren Kinder können beim Klettern, Hangeln und Balancieren spielerisch ihre Motorik, Koordination und ihr Selbstvertrauen stärken. Für die älteren Jugendlichen ist das Klettergerüst inzwischen fester Bestandteil ihres Fitnessprogramms geworden, inklusive spontaner Klimmzug‑Challenges und sportlicher Wettkämpfe. Und natürlich gibt es auch Raum zum Verweilen: Das Gerüst ist gleichermaßen ein Ort zum Ausruhen an der frischen Luft, Austauschen und Zusammensein.

Möglich geworden ist das neue Klettergerüst durch das große Engagement beim 24h‑Lauf für Kinderrechte im vergangenen Sommer. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen nahm das Team des Vaterhauses – unterstützt von ehrenamtlichen Läuferinnen aus der Stadtmission – an der Veranstaltung teil. In 24 Stunden legten alle zusammen beeindruckende 227,6 Kilometer zurück. Die dabei erlaufenen Spendengelder wurden vollständig für die Anschaffung des Klettergerüsts eingesetzt.

In den vergangenen Wochen haben die Kinder und Jugendlichen mit viel Einsatz und Begeisterung mitgeholfen. Den erfolgreichen Aufbau haben wir mit einem kleinen Helferfest belohnt und uns gemeinsam Pizza und Softdrinks schmecken lassen.

Wir freuen uns sehr über dieses gelungene Projekt und das neue Spiel‑ und Bewegungsangebot für unsere Kids. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Unterstützer:innen und Organisator:innen des 24h‑Laufs für Kinderrechte, insbesondere dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V., der Stadt Freiburg, der FWTM Freiburg sowie allen weiteren beteiligten Partnern.

Und eines ist sicher: Wir sind auch beim nächsten 24h‑Lauf für Kinderrechte Ende Juni 2026 wieder am Start!

2026-04-29T17:26:40+02:0029. April 2026|Allgemein, Rückblick|

Gespannt aufs neue Zuhause in Heitersheim

Wie wohl das neue Zuhause sein wird? Es ist eine aufregende Zeit für die Kinder vom Vaterhaus. Bei den Gruppen, die momentan noch im Wichernhaus Freiburg wohnen, wächst die Spannung. Denn schon bald ziehen sie um. In den Osterferien ist es soweit. Das Schloss Heitersheim wird ihr neues Zuhause sein. Das alte Gemäuer wird gerade renoviert, deswegen konnten die Kinder die Räume noch nicht von innen besichtigen. Doch der imposante Anblick von draußen hat sie staunen lassen. Denn: Wer hat schon das große Glück, in einem Schloss zu wohnen?

Zum ersten Mal haben die Kinder kürzlich Tagen das Schlossgelände in Heitersheim, ihr zukünftiges Daheim, besucht und erkundet. Die große Wiese vor den Schlossmauern haben sie sofort in Beschlag genommen und ausgiebig eine Runde gekickt. Da lässt sich leben, stand ihnen ins lächelnde Gesicht geschrieben.

Die Kinder freuen sich auf neue Vereine, neue Bekanntschaften mit Gleichaltrigen vor Ort und auf eine ruhige Umgebung mit viel Natur. Denn wer in der Freiburger Altstadt wohnt, der weiß: Da geht es oft trubelig zu, in lauen Sommernächten auch nachts.

Bis es mit dem Umzug soweit ist, nutzen die Kinder neben Zusammenräumen und Kofferpacken die sonnigen Frühlingstage und kosten die Vorzüge in Freiburg nochmal richtig aus. Nach dem Spielen an der frischen Luft haben sie sich das erste Eis des Jahres schmecken lassen.

Im Museum für Natur und Mensch am Augustinerplatz in Freiburg konnten die Kinder auf Tuchfühlung gehen mit frisch geschlüpften Küken. Die Osterausstellung ist jedes Jahr ein ganz besonderes Erlebnis für Kinder. Sie können dort hautnah erleben, wie sich das Wunder der Erneuerung ereignet und aus einer harten Eierschale ein flauschiges Küken schlüpft. Das hat auch die Kinder vom Vaterhaus verzaubert.

2026-03-24T14:19:14+01:0024. März 2026|Allgemein, Rückblick|

Landschaften bauen und Freundschaften knüpfen

Zwei bunte Legotage für die Kinder vom Vaterhaus

Bunte Steine, strahlende Augen und grenzenlose Fantasie – bei den Legotagen der Freien Christengemeinde Bad Krozingen durften unsere ukrainischen Kinder aus dem Vaterhaus zwei Tage lang nach Herzenslust bauen, tüfteln und träumen. Was im Alltag oft fehlt – reichlich Material, Raum und Zeit – war hier im Überfluss vorhanden. Tausende Legosteine in allen Formen und Farben luden dazu ein, kreativ zu werden, eigene Ideen zu entwickeln und in neue Welten einzutauchen.

Gemeinsam mit rund 60 weiteren Kindern entstanden Wüstenlandschaften, Wasserläufe, Dörfer und fantasievolle Städte. Manche bauten frei drauflos, andere setzten begeistert Bausätze zusammen. Und wenn ein Einfall einmal hakte oder zwei Steine nicht so wollten wie gedacht, standen freundliche Bauhelfer mit Rat und Geduld bereit. Am Ende verwandelten große Tische in der Raummitte sich in eine beeindruckende Ausstellung, in der jedes Kind stolz sein Werk präsentieren konnte.

Zwischen den konzentrierten Bauphasen blieb viel Raum für Begegnung und Abwechslung. Bei leckerem Essen konnten die Kinder neue Energie tanken, während Geschichten und Lieder für besondere Momente der Ruhe und des gemeinsamen Erlebens sorgten. Draußen wurde mit großer Begeisterung Fußball gespielt und Seil gehüpft, und überall hörte man Lachen und fröhliche Gespräche. Ganz nebenbei entstanden dabei neue Kontakte. Denn wer gemeinsam etwas erschafft, kommt leicht miteinander ins Gespräch und findet schnell Anschluss.

Ein besonders schöner Abschluss war der gemeinsame Familiengottesdienst am Sonntag mit einem Überraschungsgast. Bob der Baumeister, hinter dem sich der Pastor der Gemeinde verbarg, erzählte die biblische Geschichte vom Haus auf Sand und dem Haus auf Fels. Für unsere ukrainischen Kinder war diese Botschaft auf besondere Weise greifbar. Viele von ihnen wissen aus eigener Erfahrung, wie sich Lebensstürme anfühlen. Umso stärkender war es für sie zu entdecken, wie wichtig ein tragfähiges Fundament in Form von Gemeinschaft, Vertrauen und Hoffnung ist.

Mit neuen Freundschaften, vielen Ohrwürmern und einer ermutigenden Botschaft im Herzen kehrten die Kinder nach diesen zwei besonderen Tagen ins Vaterhaus zurück. Die Legotage waren weit mehr als ein kreatives Bauprojekt. Sie waren ein Ort der Leichtigkeit, der Verbundenheit und des Ankommens.

Ein herzliches Dankeschön an die Freie Christengemeinde Bad Krozingen für dieses wertvolle Erlebnis!

2026-03-20T09:07:37+01:0019. März 2026|Allgemein, Rückblick|

Advent und Weihnachten im Vaterhaus

Im Advent waren die Vaterhaus-Wohngruppen wieder von einer ganz besonderen Stimmung erfüllt. Sie wurden zu einem Wunderort. Tomte, der Weihnachtswichtel, zog wieder ein – und mit ihm eine Portion Abenteuer. Täglich gab es kleine Aufgaben, die die Kinder und Jugendlichen nach draußen lockten: ob dick einpackt auf den Weihnachtsmarkt, zum Krippenspiel mit echten Kamelen auf den Mundenhof oder zu einem gemütlichen Abendspaziergang mit Punsch. Da hat sich Tomte, dieser Wicht, viel einfallen lassen und den Kindern knifflige Rätsel gestellt.

Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne den Duft frisch gebackener Plätzchen? Backen stand daher neben allerlei Bastelarbeit im Advent ebenfalls hoch im Kurs. Fast alle Plätzchen haben die Kinder und Jugendlichen selbst genüsslich verspeist. Doch auch Tomte durfte von allem in klein wenig naschen.

Schuhe raus – es ist Nikolaus. Das haben sich die Kinder nicht zweimal sagen lassen. Und bei einigen Schuhen lag sogar ein Brief an den Nikolaus daneben. Oder sogar noch mehr, denn nicht nur Tomte durfte naschen; auch der Nikolaus bekam zur Stärkung für soooo viele Besuche von einigen Kindern eine kleine Wegzehrung.

Die Zeit um Weihnachten war nicht nur süß und stimmungsvoll, sondern auch eine Zeit des Dankes. Das Vaterhaus sagt herzlichen DANK an alle, die dazu beitragen, dass die ukrainischen Kinder und Jugendlichen sich hier sicher, geborgen und zuhause fühlen.

2026-02-06T09:49:27+01:006. Februar 2026|Allgemein, Rückblick|

Ein neues Zuhause

Ein neues Zuhause für unsere Kinder und Jugendlichen

Einen im wahrsten Sinne des Wortes großen Schritt haben im April die ukrainischen Kids des Vaterhauses Freiburg vor sich. Unser Stammhaus in der Innenstadt wird saniert. Deshalb müssen die beiden Wohngruppen, die bisher dort zuhause waren, umziehen.

Letzte Woche haben wir den Mietvertrag für die neuen Räumlichkeiten in Schloss Heitersheim unterzeichnet. Jetzt heißt es Gas geben, denn bis dahin ist noch viel zu tun, damit aus dem Haus auch wirklich ein Zuhause wird. Hämmern, sägen, bohren, tapezieren, streichen, ein paar neue Möbel kaufen und die Zimmer gemütlich einrichten.

Toll: Dank der Unterstützung von Philip Lais und Willi Sutter von Schloss Heitersheim sowie der Schreinerei Häring und RS Rundumservice Rolf Schmittinger sind wir zuversichtlich, den sportlichen Zeitplan zu meistern.

Save the Date: Am 22. Mai 2026 feiern wir die offizielle Einweihung – wir halten euch auf dem Laufenden!

2025-12-02T13:26:59+01:002. Dezember 2025|Allgemein, Rückblick|

Naturabenteuer, Gruselspaß & Gemeinschaft

Naturabenteuer, Gruselspaß & Gemeinschaft

In den Herbstferien erlebten die Kinder und Jugendlichen des Vaterhauses unvergessliche Tage. Gemeinsam haben wir neue Orte entdeckt, uns gruselig verkleidet und eine im wahrsten Sinne des Wortes tierisch gute Zeit gehabt.

Ein Highlight war definitiv unser Ausflug zur Blackforestline in Todtnau: Die 450 Meter lange Hängebrücke bot uns atemberaubende Ausblicke über den tosenden Wasserfall im Hochschwarzwald. Das war ein echtes Naturabenteuer mit jeder Menge Nervenkitzel an der frischen Luft. Die Kinder und Jugendlichen konnten mutig Grenzen überwinden, indem sie gemeinsam über die Brücke balancierten – ein starkes Symbol für Vertrauen und Zusammenhalt.

Ein weiterer Ausflug führte uns zum idyllischen Baldenwegerhof, einem offenen Familienhof mit Spielplatz und zahlreichen Tieren. Dort durften wir Schweine, Schafe, Hasen und Kälber streicheln, den Hofladen besuchen und einfach den ruhigen, ländlichen Alltag genießen. So süß: die gerade erst geborenen Ferkel. Der Hof lebt das Prinzip nachhaltiger Landwirtschaft – neben allem Spaß also auch ein lehrreiches Erlebnis.

Natürlich durften auch schaurige Momente nicht fehlen: Zum Abschluss feierten wir eine großartige Halloween-Party! Mit gruseliger Dekoration, fantasievollen Kostümen und jeder Menge schaurig-leckerer Süßigkeiten wurde gelacht, getanzt und gemeinsam gespielt. Manche Verkleidungen waren so kreativ, dass man sich fast in einem kleinen Theaterstück wähnte.

Diese Herbstferien haben uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig aufregende Naturerlebnisse und kreative Freiräume sind. Die Ausflüge und der ausgelassene Halloween-Abend haben uns als Vaterhaus-Gemeinschaft gestärkt. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Ferien – voller neuer Ideen, Abenteuer und unvergesslicher Momente.

2025-11-14T15:57:42+01:0014. November 2025|Allgemein, Rückblick|

Kinder und Jugendliche des Vaterhauses Freiburg ziehen nach Heitersheim

Ein neues Zuhause im Schloss Heitersheim

Die dramatische Flucht aus der Ukraine zu Beginn des Krieges im Jahr 2022 markierte einen Wendepunkt im Leben von 170 Kindern und Jugendlichen des Heims „Vaterhaus“ bei Kiew. Dank der Initiative der Evangelischen Stadtmission Freiburg und der Unterstützung aus der Region fanden die jungen Geflüchteten eine neue Heimat  in verschiedenen Einrichtungen in und um Freiburg. Nun steht ein weiterer wichtiger Schritt bevor: Das Stammhaus der Stadtmission wird ab Mitte 2026 kernsaniert. Die beiden Wohngruppen, die aktuell noch dort leben, ziehen im Frühjahr 2026 in das historische Malteserschloss in Heitersheim – und werden Teil eines großen Sozialprojekts.

„Wir sind sehr dankbar, dass die Schloss Heitersheim GmbH dieses Abenteuer mit uns wagt,“ sagt Mira Hartmann, pädagogische Leiterin des Vaterhauses. „Hier können wir nicht nur Räume umbauen, sondern auch eine Brücke schlagen zwischen Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung.“

Ein einzigartiges Konzept für besondere Bedürfnisse

, Dezernent des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald, betont die Dringlichkeit des Angebots: „Es gibt Kinder, die aufgrund von traumatischen Erlebnissen und Missbrauch besondere Unterstützung benötigen. Bisher fehlt es in der Region an solchen Plätzen.“ Das Schloss biete ideale Voraussetzungen, um diesen Kindern und Jugendlichen ein umfassendes Betreuungsangebot zu machen, so Culmsee.

Geplant sind zwei Wohngruppen mit sowie zwei Wohngemeinschaften für ältere Jugendliche, die nachts selbstständig sind. Insgesamt entstehen 24 Plätze, 17 davon werden Kinder ab neun Jahren aus dem Vaterhaus belegen. Dazu kommen Kinder und Jugendliche aus Deutschland. Die . „Unser Team wird über 20 Mitarbeiter umfassen, die in Schichten arbeiten, um den Kindern die bestmögliche Unterstützung zu bieten,“ erklärt Armin Rüde, Geschäftsführer des Vaterhauses.

Wenn alles nach Plan verläuft, werden die Kinder und Jugendlichen in den Osterferien 2026 in ihr neues Zuhause im Malteserschloss einziehen. „Wir freuen uns auf diesen Neuanfang und sind dankbar für die Unterstützung aus Heitersheim und der Region,“ sagt Mira Hartmann. „Gemeinsam schaffen wir einen Ort, an dem junge Menschen finden.“

Foto: Schloss Heitersheim GmbH

2025-10-13T14:04:12+02:0013. Oktober 2025|Allgemein, Rückblick|

Sommer, Sonne, Ferien: herrliche Erlebnisse bringen Kinderaugen zum Leuchten

Meer geht immer: Reise nach San Sebastián

Für viele Kinder im Vaterhaus sind Ferienreisen oder gar ein Urlaub am Meer keine Selbstverständlichkeit. Daher hat sich das Team des Vaterhauses in diesem Jahr richtig ins Zeug gelegt und gemeinsam mit einer befreundeten Kirchengemeinde eine Spanienfreizeit auf die Beine gestellt.

Viele Kinder sahen zum ersten Mal das Meer – was für ein Erlebnis! Im Salzwasser schwimmen, am Strand toben und sich gegenseitig im Sand einbuddeln sorgte für Riesenspaß. Viele Betreute lernten das Schwimmen zwar erst in Deutschland. Mit zwei ausgebildeten Rettungsschwimmern im Team mussten wir uns darum jedoch keine Gedanken machen.

Tänze aus Spanien, der Ukraine und Deutschland machten die Kinderdisko zum bunten und lustigen Miteinander. Solche Momente sind besonders wertvoll für die Kinder und Jugendlichen, die sowohl durch ihre Vorgeschichte als auch durch den Krieg viele Belastungen mitbringen. Den Höhepunkt eines fröhlichen Stadtfestes in San Sebastián bildete das abendliche Feuerwerk am Strand. Die Betreuenden waren darüber informiert und konnten die Kinder vorbereiten. So wurden die negativen Assoziationen (Explosionen = Gefahr) einmal mehr mit positiven (freudiges Ereignis) überschrieben.

In einer Schmuckwerkstatt konnten die Kinder selbst kreativ werden. Auch der Besuch im Stadion von San Sebastián wird noch lange in Erinnerung bleiben. Spiele und Wettbewerbe durften natürlich nicht fehlen: Zuerst hatten die Kinder die Aufgabe, innerhalb von 50 Minuten verschiedene Challenges zu meistern, was sie mit Bravour gemeistert haben. Am nächsten Tag drehten sie den Spieß um und gaben den Erwachsenen Aufgaben, die diese natürlich genauso ernsthaft erfüllten. Besonders beeindruckend war außerdem eine Licht- und Klangshow in einer Kirche, die uns tief berührte. Dazu kamen spannende Ausflüge ins Naturkundemuseum und ins Aquarium, wo es jede Menge zu entdecken gab.

Zwischendurch ließen kreative Workshops wie Nägel lackieren, Armbänder knüpfen, Postkarten malen oder Volleyball spielen die Zeit nicht lang werden. Das Gelände lud zu Spielen und Entdecken ein, und beim gemeinsamen Abschlussgrillen wurde noch einmal deutlich: Diese Freizeit war mehr als Urlaub – sie war ein Stück Zuhause, voller Freude, Geborgenheit und Gemeinschaft.

Ein riesiges Dankeschön an die Partnergemeinde in San Sebastián, die uns einlud, das Programm so wunderbar vorbereitete und auch für die Verpflegung sorgte. Besonders gerührt hat uns die Tatsache, dass drei Busfahrer der Firma Sutter die gesamte Strecke ehrenamtlich (!) fuhren. Auch dafür sagen wir im Namen der Kinder und Jugendlichen von Herzen: Danke!

Volle Kraft voraus: Segeln in Kroatien

„Als Crewmitglied an Bord lernen die Kinder Verantwortung zu übernehmen, erkennen ihre Stärken und erfahren die Kraft des Miteinanders.“ So beschreibt die Non-Profit-Organisation Sail For Kids ihre Zielsetzung, die wir ohne Weiteres für unsere Arbeit im Vaterhaus übernehmen könnten. Daher freuten wir uns um so mehr über die Einladung, die Sommerferien auf einem Segelboot in Kroatien zu verbringen.

Aller Anfang ist schwer…und so stand vor dem Vergnügen die 15-stündige Fahrt zur Insel Krk, wo „unser“ Boot vor Anker lag. Aber auch das wurde dank Hörbüchern, Singen und Spielen für die sechs Kinder und zwei Betreuende zum Erlebnis. An Bord starteten wir mit Gleichgewichtsübungen, die laut unserer Skipper der Seekrankheit vorbeugen sollten. Und tatsächlich – es funktionierte! Frei von Übelkeit und unbeschwert konnten wir die Törns von Bucht zu Bucht genießen.

Ist Kroatien sonst eher für steinige Strände mit vielen Seeigeln bekannt, fanden wir dank unserer Skipper einen wunderschönen Sandstrand, der zum Baden einlud. Überhaupt, die Skipper! Sie genossen merklich die Bewunderung unserer Kinder und Jugendlichen, die aufmerksam allen Hinweisen und Kommandos folgten. So füllte sich das Sprichwort „Alle sitzen in einem Boot“ schnell mit Leben und gemeinsam konnten wir jede Wetterlage meistern – von Flaute über ruhige See bis hin zu stürmischem Wind.

Spannend auch, was auf einem Boot so ganz anders läuft als auf festem Boden. Da darf man doch glatt den Fuß auf den Tisch stellen, um sich abzustützen und am frei schwingenden Herd kann auch bei Seegang gekocht werden. Die Übernachtung auf Deck unter traumhaftem Sternenhimmel tröstete uns ein wenig darüber hinweg, dass die erhoffte Delfinsichtung ausblieb.

Zum besonderen Highlight wurde der Zwischenstopp im Hafen, um Vorräte aufzufüllen. Nachdem sintflutartiger Regen zunächst für lange Gesichter sorgte, freuten wir uns umso mehr über die Einladung der Crew zum Essen im Restaurant. Schließlich rannten die Kinder fröhlich durch den Regen und umarmten die Erwachsenen, damit auch diese eine gute Portion nasses Glück abbekamen. Selbst die Restaurantmitarbeiter wurden nicht verschont – und ließen sich lachend darauf ein. Welche eine wunderbare Gastfreundschaft!

Ein herzliches Dankeschön an Sail for Kids für diese im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Woche.

2025-09-25T11:08:35+02:0025. September 2025|Allgemein, Rückblick|
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